Du hast schöne Fotos von deiner Ferienwohnung, dein Inserat ist gepflegt, die Bewertungen stimmen – und trotzdem hast du manchmal das Gefühl, dass deine Unterkunft in der Masse untergeht. Gerade in beliebten Urlaubsregionen wie an der Nord- und Ostsee sehen sich viele Angebote auf den ersten Blick ähnlich: helle Räume, Strandkorb, Dünen im Hintergrund.
Ein kurzes Video kann hier helfen. Nicht, weil es deine Fotos ersetzt, sondern weil es dort funktioniert, wo Fotos schnell übersehen werden: im Instagram-Feed, in Facebook-Gruppen, im WhatsApp-Status oder auf deiner eigenen Website. In diesem Beitrag erfährst du, welche Wege es zum eigenen Ferienwohnungs-Video gibt und worauf es dabei ankommt.
Warum überhaupt ein Video?
Bewegung zieht den Blick auf sich. Wer durch einen Feed scrollt, bleibt eher an etwas hängen, das sich bewegt, als an einem weiteren Standbild. Außerdem kann ein Video etwas, das ein einzelnes Foto nicht kann: eine kleine Geschichte erzählen. Ankommen, reinkommen, durchatmen – in wenigen Sekunden bekommt man ein Gefühl dafür, wie sich ein Urlaub bei dir anfühlen könnte.
Wichtig ist, das Video richtig einzuordnen. Es ist der Aufhänger, der Neugier weckt. Die eigentliche Entscheidung fällt meistens im Inserat, wo Gäste Fotos, Ausstattung, Bewertungen und Preise in Ruhe vergleichen. Ein gutes Video führt also dorthin, statt alles auf einmal erzählen zu wollen.
Drei Wege zu deinem Ferienwohnungs-Video
1. Selbst mit dem Smartphone filmen
Auf den ersten Blick der günstigste Weg. Aktuelle Smartphones filmen in guter Qualität, und mit etwas Übung entstehen ordentliche Clips. Der Haken ist die Zeit: Du brauchst gutes Wetter, eine aufgeräumte Wohnung ohne Gäste, ruhige Kamerabewegungen und anschließend den Schnitt. Wer das nicht regelmäßig macht, merkt schnell, wie viele Anläufe ein wirklich stimmiges Video braucht.
2. Ein Filmteam beauftragen
Professionelle Videografen liefern echte Filmaufnahmen, oft auch mit Drohne. Das Ergebnis kann hervorragend sein, vor allem bei größeren Häusern oder besonderen Lagen. Dafür musst du einen Drehtermin finden, der in deinen Belegungsplan passt, die Unterkunft vorbereiten und mit entsprechenden Kosten rechnen. Für eine einzelne Ferienwohnung steht der Aufwand deshalb nicht immer im Verhältnis zum Nutzen.
3. Aus vorhandenen Fotos ein Video machen lassen
Der dritte Weg setzt bei dem an, was du schon hast: deinen Inseratfotos. Aus jedem Bild wird eine ruhige Kamerabewegung, dazu kommen Schnitt, Farbstimmung und Musik. So entsteht ein kurzes Video, ohne dass jemand anreisen oder filmen muss.
Ehrlicherweise gehört dazu: Das ist kein Ersatz für echte Filmaufnahmen. Es ist Content, der Aufmerksamkeit erzeugt und Lust auf mehr macht – und genau das ist in Social Media meistens das Ziel.
Welche Fotos du brauchst
Egal ob du selbst schneidest oder das Video erstellen lässt: Die Qualität der Ausgangsbilder entscheidet über das Ergebnis. Diese Motive gehören in ein gutes Set:
- Außenansicht: Haus oder Eingang bei gutem Licht, möglichst ohne Mülltonnen und parkende Autos.
- Wohnbereich: der Raum, in dem Gäste die meiste Zeit verbringen – weitwinklig, hell, aufgeräumt.
- Küche oder Essplatz: gern mit einem kleinen Detail, etwa einem gedeckten Frühstückstisch.
- Schlafzimmer: frisch bezogenes Bett, Vorhänge offen.
- Das Besondere: Sauna, Kamin, Balkon mit Meerblick, Garten oder Strandkorb – das, was deine Unterkunft von anderen unterscheidet.
- Umgebung: Strand, Deich, Hafen oder Wald in der Nähe, damit Gäste die Lage einordnen können.
Kurz-Check für deine Fotos
Scharf, hell, gerader Horizont. Fenster nicht komplett überstrahlt. Möglichst wenig persönliche Gegenstände im Bild. Stark bearbeitete oder sehr kleine Bilder lassen sich schlechter animieren – Unschärfe fällt in Bewegung eher mehr auf als weniger.
So ist ein gutes Kurzvideo aufgebaut
Für Reels und Storys eignen sich kurze Videos von etwa 15 bis 30 Sekunden. Eine einfache Reihenfolge, die fast immer funktioniert:
- Ankommen: die Außenansicht als Einstieg – wo bin ich hier?
- Das Highlight: früh zeigen, was deine Unterkunft besonders macht.
- Wohnen: Wohnbereich und Küche, das Herz der Ferienwohnung.
- Rückzug: das Schlafzimmer oder eine gemütliche Ecke.
- Umgebung: ein Blick auf das, was vor der Tür liegt.
- Abschluss: ein stimmungsvolles Bild und ein klarer Hinweis, wo man buchen kann.
Denk daran, dass viele Menschen Videos ohne Ton ansehen. Die Bilder sollten also auch ohne Musik funktionieren. Kurze Texteinblendungen – etwa der Ort oder eine Besonderheit wie der Kamin – helfen zusätzlich.
Hochformat oder Querformat?
Am besten beides. Das Hochformat (9:16) ist für Instagram-Reels, Storys, TikTok und den WhatsApp-Status gedacht, also für alles, was auf dem Smartphone im Vollbild läuft. Das Querformat (16:9) passt auf deine Website, in einen Newsletter, auf YouTube oder in Anzeigen, die auch am Desktop ausgespielt werden. Wer nur ein Format hat, verschenkt einen Teil der möglichen Einsatzorte.
Wo du dein Video einsetzt
- als Reel auf Instagram und Facebook, mit Link zum Inserat im Profil
- im WhatsApp-Status oder in einer Nachricht an Stammgäste
- auf der Startseite deiner eigenen Website
- in bezahlten Anzeigen – mehr dazu in unserem Leitfaden zur Instagram-Werbung für Ferienwohnungen
Fazit
Ein Video für deine Ferienwohnung muss kein großes Projekt sein. Entscheidend ist, dass es gut aussieht, kurz bleibt und zu deinem Inserat führt. Wenn du keine Zeit zum Filmen hast und kein Drehteam buchen möchtest, sind deine vorhandenen Fotos ein guter Ausgangspunkt.
Neugierig, wie das mit deiner Unterkunft aussehen würde? Schick uns ein paar Fotos – wir bauen dir daraus ein Beispiel.