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Mehr Direktbuchungen für deine Ferienwohnung – so klappt’s

Reetdachhaus aus rotem Backstein mit Hortensien und weißem Staketenzaun

Buchungsportale bringen Reichweite, die du allein kaum aufbauen könntest. Dafür behalten sie bei jeder Buchung eine Provision oder Servicegebühr ein, und der Kontakt zum Gast läuft über ihre Plattform. Eine Direktbuchung funktioniert anders: Der Gast bucht bei dir, es fällt keine Provision an, und aus einem Gast wird leichter ein Stammgast.

Realistisch betrachtet ersetzen Direktbuchungen die Portale nicht. Für die meisten Vermieter ist das Ziel ein gesunder Anteil direkter Buchungen neben Airbnb, Booking.com und Co. Wie du dahin kommst, zeigt dieser Beitrag.

Was du für Direktbuchungen brauchst

  • Eine eigene Website: mit guten Fotos, Beschreibung, Preisen, Belegungskalender und einer einfachen Möglichkeit, anzufragen oder zu buchen.
  • Einen abgeglichenen Kalender: Über iCal-Links lassen sich die Kalender von Website und Portalen synchronisieren, damit keine Doppelbuchungen entstehen.
  • Klare Bedingungen: Anzahlung, Restzahlung, Stornierung und Hausordnung schriftlich und leicht zu finden.
  • Eine einfache Bezahlung: Überweisung ist der Standard, zusätzliche Zahlungsarten können die Hürde senken.

Die Spielregeln der Portale

Bevor du loslegst, solltest du wissen, was die Portale erlauben. Airbnb untersagt in seiner Off-Platform-Richtlinie, Gäste vor der Buchung zur Direktbuchung aufzufordern oder Kontaktdaten, Links und Social-Media-Namen in Inserat, Fotos oder Nachrichten zu teilen. Wiederholte Verstöße können das Inserat kosten. Direktbuchungen entstehen also über deine eigenen Kanäle, nicht über die Nachrichtenfunktion der Portale.

Beim Preis hast du mehr Freiheit, als viele denken. Der Bundesgerichtshof hat die engen Bestpreisklauseln von Booking.com schon 2021 für unzulässig erklärt, und seit November 2024 untersagt der Digital Markets Act der EU dem Portal solche Preisbindungen grundsätzlich. Auf deiner eigenen Website darfst du also günstiger sein. Die Bedingungen der Portale ändern sich trotzdem immer wieder – prüf deshalb die aktuelle Fassung, bevor du etwas umstellst.

Stammgäste sind der einfachste Hebel

Wer schon einmal bei dir war und zufrieden abgereist ist, braucht kein Portal, um dich wiederzufinden. Mach es ihm leicht:

  • eine Gästemappe in der Unterkunft mit deiner Website und deinem Instagram-Profil
  • eine kurze Nachricht nach dem Aufenthalt an Gäste, die direkt gebucht haben
  • ein Newsletter oder eine WhatsApp-Liste für Stammgäste, nur mit deren ausdrücklicher Einwilligung

Bei Gästen, die über ein Portal gebucht haben, gelten dessen Regeln auch nach der Buchung. Lies nach, was dein Portal erlaubt, bevor du sie direkt ansprichst.

Gefunden werden, ohne Portal

  • Google: Nenn Unterkunft und Ort im Seitentitel deiner Website, etwa „Ferienwohnung am Deich in Husum“. So findet dich, wer nach einer Unterkunft in deinem Ort sucht.
  • Instagram: ein Profil mit Link zur Website. Wie das ohne Werbebudget geht, steht im Beitrag Ferienwohnung auf Instagram bewerben.
  • Regionale Facebook-Gruppen: In vielen Urlaubsregionen fragen Gäste dort nach Unterkünften. Beachte die Regeln der jeweiligen Gruppe.
  • Gastgeberverzeichnisse: Viele Gemeinden und Tourismusverbände führen Verzeichnisse, die auf deine Website verlinken.

Gib Gästen einen Grund, direkt zu buchen

Warum sollte jemand bei dir buchen statt über das gewohnte Portal? Weil es sich lohnt:

  • Ein besserer Preis: Einen Teil der gesparten Provision kannst du als Rabatt weitergeben.
  • Ein kleines Extra: Brötchenservice, späte Abreise oder ein Willkommenskorb.
  • Persönlicher Kontakt: Fragen gehen direkt an dich, ohne Umweg.
  • Flexibilität: etwa bei Anreisetagen oder Aufenthaltsdauer.

Wo ein Video hilft

Deiner eigenen Website fehlt, was Portale mitbringen: eine bekannte Marke und viele Bewertungen auf einen Blick. Umso wichtiger ist ein starker erster Eindruck. Ein kurzes Video im Querformat oben auf der Startseite zeigt sofort, wie sich ein Aufenthalt bei dir anfühlt. Im Hochformat funktioniert dasselbe Video auf Instagram und im WhatsApp-Status, von wo aus Gäste auf deine Website kommen. Wie so ein Video entsteht, erklärt der Beitrag Ein Video für deine Ferienwohnung erstellen.

Fazit

Direktbuchungen entstehen nicht über Nacht. Mit einer eigenen Website, einem abgeglichenen Kalender, klaren Bedingungen und einem Grund, direkt zu buchen, legst du die Grundlage. Den Rest erledigen zufriedene Stammgäste, deine eigenen Kanäle und ein guter erster Eindruck.

Du willst deine Website mit einem Video aufwerten? Schick uns deine Inseratfotos – wir zeigen dir, wie das aussehen kann.

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